Happy End! . . . . Es IST der Traumplatz!

Folgende email und Fotos erhielten wir am 15.10.2007:

Hallo Frau Stöhr,
viele Streichler von ihnen an Kaya sind ausgerichtet.
Kaya, wir sind bei dem Namen geblieben, geht es ausgezeichnet. Er hat sich in seinem neuen Rudel glänzend eingelebt. Er ist nicht mehr weg zu denken. In der Schule ist er einer der Besten. Bei Fussgehen, Sitz, Platz und Bleib beherrscht er hervorragend.
Kaya ist sehr lernbegierig, es ist eine Freude mit ihm zusammenen zu arbeiten. Nach Beendigung der Schule geht es zum Agility, das macht ihm besonders Spass.
Seinem Jagdtrieb bleibt er beim Spazierengen treu. Er soll ihn ruhig ausleben.
Vielen Dank für alles.

Mit lieben Grüssen, Familie S.

Wir bedanken uns ganz herzlich hier in Deutschland bei Marion, die Kaya die letzten Wochen bei sich hatte, bei Corinna in Chemnitz und bei Süleyman in Antalya, bei dem Kaya wohl die ersten festen Mahlzeiten seines jungen Lebens bekommen hatte, aber auch seine ersten Tierarztkontakte. (www.herztier.com)

27.08.2007:

. . . . Kaya ist abgeholt worden und es scheint so, als habe er heute endlich den von uns so lang ersehnten Traumplatz gefunden.

Wir alle drücken die Daumen.



Es ist uns unverständlich, weswegen Kaya auf den folgenden Fotos bestens gepflegt und ernährt aussieht. (Liegt es an Fell und Fellfarbe?) In Wirklichkeit stand zu dieser Zeit (das war am Tag der Abholung) jeder Knochen einzeln heraus, der Hund war klapperdürr und hatte einige üble Bisswunden . Von seinem schwer entzündeten Auge ist auch nichts zu sehen. Immerhin sehen Sie hier, welch wunderschöner Kerl das ist. Und glauben Sie uns: er war in einem wirklich gotterbärmlichen Zustand! (Auf die Bilder klicken = grosses Foto)
Kaya Kaya Kaya Kaya


Hilfe für Kaya
berichtet von Daniela Walther im September 2006

September 2006: Endlich der wohl verdiente Urlaub in Belek/Antalya/Türkei.

Eines Tages steht er da und bricht uns allen Vieren das Herz. Der Hund, den wir später "Kaya" nennen ist so schwach, dass er kaum gehen kann. Die Hüftknochen stehen spitz hervor, jede Rippe ist zu spüren und dort, wo solch ein junger Hund (wir schätzen ihn auf 8 - 9 Monate) ein weiches Bäuchlein haben sollte, ist nichts. Der wunderschöne Kerl ist völlig ausgehungert und das Wasser, das wir ihm geben, trinkt er nach anfänglicher Scheu dankbar wie ein Verdurstender aus.
Relativ frische Bisswunden in Gesicht und Körper lassen uns vermuten, daß andere Hunde ihn weggebissen haben, sicher auch beim Kampf um Essbares. Ein Auge ist schwer entzündet und sieht wie blind aus. Sein Gang ist unsicher und schwankend, bei jedem Schritt treten die Hüftknochen vor. Die Innenschenkel sind vom Kratzen schon blutig, denn der arme Kerl beherbergt auf seinem schönen weichen Blauschimmel-Fell Kolonien von Flöhen und Parasiten.

Aber nach dem zweiten Streicheln und dem ersten Augenkontakt mit seinen sanften Jagdhund-Augen ist uns klar: wenn wir nichts tun, hat der Hund keine Überlebenschance. Was also tun? Natürlich kann man einen Hund in der Türkei nicht so einfach "einpacken" und ohne Quarantäne usw. mitnehmen - davon angesehen wäre "Kaya" überhaupt nicht transportfähig gewesen.
Also wird nach Deutschland telefoniert und dort über Empfehlungen und Internet (www.herztier.de) "Herztier" in Antalya gefunden.

Rasch entsteht ein telefonischer Kontakt und Simone (auf dem Foto oben mit Kaya zu sehen) gibt ein kleines Vermögen für diese Telefonate aus. Nachdem wir eindeutig erklärt haben, dass wir dem Hund einen Platz in Deutschland suchen und für die Kosten aufkommen werden, kommt ein Mitarbeiter von Herztier zu uns in unsere Hotelanlage und der Startschuss fällt für Kaya's neues Leben - diesmal ein Hundeleben MIT Zukunft.

In den Folgetagen - und das begeistert uns - erfahren wir per SMS (und seit unserer Rückkehr per email) von den Fortschritten unseres Schützlings - Entwurmen, Entflohen, geregelte Mahlzeiten und Vertrauen in die Menschheit waren die ersten Tage angesagt. in dieser Woche muss Kaya nun eine Augen-OP und Kastration über sicher ergehen lassen, weitere Schritte in ein sicheres und geregeltes Hundeleben.
Sobald alle medizinischen Dinge erledigt sind und die Quarantänezeit erfüllt ist, kann Kaya in einer Transportbox mit einem sogenannten "Flugpaten" (einem Urlauber, der sich beim Einchecken dafür zur Verfügung stellt) in seine neue Heimat eingeflogen werden.